Wochenbericht 04/2026

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Wirtschaft läuft

Die globalen Aktienmärkte setzten den soliden Start ins neue Jahr fort. Unterstützung kam durch zuversichtliche Vorhersagen von TSMC und ausgeweitete Investitionspläne des weltweit bedeutendsten Chip-Produzenten. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat ein Handelsabkommen mit Taiwan beschlossen. Danach sinkt der Zollsatz für das Land auf 15%, weil sich der weltweit führende Chiphersteller zum Bau von mindestens fünf weiteren Produktionsstätten im US-Bundesstaat Arizona verpflichtete.
TSMC riss auch die Aktien von anderen Unternehmen wie dem Chip-Equipmenthersteller ASML und der Rheintaler VAT Group (+31% seit Jahresbeginn) mit nach oben. Bei VAT gab ein Anstieg des Auftragseingangs (v. a. TSMC) im vierten Quartal auf 305 Millionen Franken (+28%) der Aktie des Vakuumventil-Herstellers Auftrieb. Für das Gesamtjahr ergab sich ein Umsatz von rund 1.073 Milliarden Franken (+14%). Die Ebitda-Marge erreichte rund 30%, was die Marktkapitalisierung mit 15.1 Milliarden Franken auf ein inzwischen sehr hohes Niveau hievte.
Ansonsten bleiben wir beim Thema KI vorsichtig. Die Phase, in der man «alles mit KI» kaufen konnte, ist vorbei. Im ersten Quartal 2026 wird KI vom Hype zur Verantwortung: Bilanzen, Cashflow und Bewertungen spielen wieder eine wichtige Rolle. Es ist mit mehr Rotation und Streuung zu rechnen, sodass die Diversifizierung nach Branchen, Regionen und Realwerten zum wichtigsten Instrument des Risikomanagements wird, da Renditen und politische Unsicherheiten weiterhin für Volatilität sorgen dürften.
Einen guten Start ins neue Jahr verzeichnete Partners Group (+12%). Der Spezialist für Privatmarktanlagen erzielte trotz schwieriger Marktbedingungen 2025 mit 30 Milliarden Dollar an Neugeldern ein zweistelliges Wachstum. Das verwaltete Vermögen stieg auf 185 Milliarden Dollar (+21%). Für 2026 erwartet Partners Group eine Brutto-Kundennachfrage von 26 bis 32 Milliarden Dollar. «Wir haben unsere Ziele für 2025 mit zweistelligem Wachstum bei Fundraising, Investitionen und Realisierungen erreicht und damit dem allgemeinen Branchentrend in einem herausfordernden Geschäftsumfeld getrotzt», analysierte Konzernchef David Layton. Die Marktkapitalisierung liegt bei 29.1 Milliarden Franken. Die Dividende, die am 22. Mai ausbezahlt wird, dürfte rund 10% ansteigen und eine Rendite von mehr als 4% abwerfen.
Der margenstarke Bauchemiekonzern Sika (-8%) hat dagegen ein schwaches Schlussquartal erfahren. In den USA gab es durch den Shutdown zahlreiche Projektverzögerungen, und in China bleibt die Bauindustrie in einer Rezession. Die operative Umsatzrendite bleibt aber leicht über der eindrücklichen Marke von 19%. Trotz der herausfordernden Bedingungen gewann die dynamische Sika in allen Regionen Marktanteile und will auch weiterhin deutlich stärker als der Markt wachsen. Wir bleiben somit investiert.
Beeindruckende Zahlen präsentierte Geberit, doch führte dies dazu, dass Gewinne aus den letzten Monaten realisiert wurden und die Aktien zurückfielen (-1%). Der Sanitärtechnikkonzern hat 2025 trotz eines schwierigen Marktumfelds den Umsatz durch Innovationen klar gesteigert (+4.8%) und Marktanteile hinzugewonnen. Die operative Umsatzrendite dürfte nach ersten Berechnungen leicht unter stolzen 29.5% liegen.

Thema der Woche: Immer noch auf Richtungssuche

Der Schweizer Aktienmarkt befindet sich weitgehend immer noch in einer Richtungssuche. Mancherorts geht es aufwärts, andernorts hinab. Mit 13’413 Punkten lag der Swiss Market Index zuletzt leicht im Plus (+1.1% seit Jahresbeginn).

Beim Logistikkonzern Kühne+Nagel (+8%) sind die Analysten wieder positiver. Durchschnittlich wurden die Kursziele erhöht, z. B. von GoldmanSachs. Insbesondere im Bereich der Kontraktlogistik profitiert der Konzern von seiner tiefen Verankerung in Asien und seinen Fähigkeiten, mit dem gestiegenen «Global Supply Chain Stress» umzugehen. Die Befestigungstechnikfirma Bossard steigerte 2025 den Umsatz auf rund 1.1 Milliarden Franken (+8.6%), was einen positiven Effekt auf die Aktie (+2%) hatte.

Der Flughafen Zürich hat 2025 mit 32.6 Millionen Passagieren (+4.5% vs. 2024) einen neuen Jahreshöchstwert erreicht und damit dank grösseren Flugzeugen und einer besseren Auslastung erstmals das Vorkrisenniveau übertroffen. Die Passagierzahlen lagen bei 3.4% über dem Vorpandemie-Niveau von 2019. Im laufenden Jahr kann mit einer guten Dynamik im Heimmarkt und mit einer kräftigen Dividendenerhöhung gerechnet werden. Positiv ins Gewicht fällt der neue hauptstadtnahe Flughafen Noida in Indien. Er wurde in­zwischen fertiggestellt und wird ab diesem Jahr erste Umsätze und Gewinne (gemäss Flughafen Zürich ein tiefer zweistelliger EBITDA-Beitrag) generieren.

Der Pharmakonzern Novartis (+5%) peilt weitere ergänzende Zukäufe an und verfügt nach eigenen Angaben über das nötige Kapital dafür. «Wir sind immer auf der Suche nach Gelegenheiten, die zu unseren Kerntherapiegebieten passen», liess CEO Vasant Narasimhan auf einer Branchenkonferenz in San Francisco verlauten. Der Fokus liege dabei auf den Gebieten Onkologie, Immunologie, Neurowissenschaften sowie Herz-Kreislauf- und Nierenerkrankungen.

Um die Zukunft wird es in dieser Woche auch in Davos gehen. Mit Spannung werden KI-bezogene Themen verfolgt. China kann nach Darstellung führender KI-Forscher des Landes seine technologische Lücke zu den USA durch eine wachsende Risikobereitschaft und Innovation verringern. Technologiekonzerne wie Tencent, Huawei usw. würden eine wichtige Rolle spielen. Der Mangel an fortschrittlichen ASML-Maschinen zur Chipherstellung bremse die Branche jedoch.

Die wichtigsten Termine in der neuen Woche

20. Januar 2025 Deutschland: ZEW aktuelle Lage & konj. Erwartungen Januar
21. Januar 2025 GB: Konsumgüter- und Produzentenpreise Dezember
22. Januar 2025 USA: PCE (Kerrn-)Inflation November und reales BIP 3. Quartal
23. Januar 2025 USA: S&P Global Einkaufsmanagerindizes Januar

Informationen

Steuerauszüge 2026

Sehr geehrte Kundinnen und Kunden

Gerne informieren wir an dieser Stelle darüber, dass sich die Erstellung der Steuerunterlagen für das Jahr 2025 wohl wieder bis in den März hinziehen wird.

Das liegt nicht an uns, sondern an den Depotbanken. Diese warten in der Regel die finale Kursliste der ESTV ab, welche typischerweise erst in der zweiten Februarhälfte publiziert wird.

Dass die Erstellung der Dokumente so spät erfolgt, ist folglich nicht schlechter Service; es ist dem Umstand geschuldet, dass die Banken auf die finalen und korrekten Kurse warten.

Gerade bei Fonds liegen diese der ESTV oftmals erst im Februar seitens der Fondsgesellschaften vor. Ein früherer Versand hätte demnach zur Folge, dass der Auszug nicht korrekt wäre.

Wir bitten um Verständnis.

Ihre Zugerberg Finanz


Informationsveranstaltung für Privatpersonen – Vortragssprache Schweizerdeutsch – Geld anlegen ist auch Vertrauenssache

Am Donnerstag, 19. Februar 2026 findet bei uns im Lüssihof eine Informationsveranstaltung für Privatpersonen statt. Dieser Anlass richtet sich primär an Interessierte, die uns näher kennenlernen möchten.

Zur Anmeldung

 

Marktdaten

Aktienmärkte Seit 31.12.25
SMI 13'413.6 +1.1%
SPI 18'527.9 +1.7%
DAX € 25'297.1 +3.3%
Euro Stoxx 50 € 6'029.5 +4.1%
S&P 500 $ 6'940.0 +1.4%
Dow Jones $ 49'359.3 +2.7%
Nasdaq $ 23'515.4 +1.2%
MSCI EM $ 1'485.0 +5.7%
MSCI World $ 4'515.3 +1.9%
Obligationenmärkte Seit 31.12.25
SBI Dom Gov TR 224.3 +0.6%
SBI Dom Non-Gov TR 121.8 +0.2%
Immobilienmärkte Seit 31.12.25
SXI RE Funds 599.5 –0.3%
SXI RE Shares 4'638.5 +2.6%
Rohstoffe Seit 31.12.25
Öl (WTI; $/Bbl.) 59.4 +3.5%
Gold (CHF/kg) 118'654.8 +7.8%
Bitcoin (USD) 95'476.0 +8.9%
Wechselkurse Seit 31.12.25
EUR/CHF 0.9313 +0.1%
USD/CHF 0.8030 +1.3%
EUR/USD 1.1598 –1.3%
Kurzfristige Zinsen
3M Prog. 3M Prog. 12M
CHF -0.05% -0.1%–0.0% -0.1%–0.0%
EUR 2.03% 1.9%–2.1% 1.7%–1.9%
USD 3.67% 3.4%–3.6% 3.0%–3.3%
Langfristige Zinsen
10-Jahre Prog. 3M Prog. 12M
CHF 0.25% 0.2%–0.5% 0.4%–0.7%
EUR 2.82% 2.8%–3.0% 2.5%–2.8%
USD 4.22% 4.1%–4.4% 3.7%–4.0%
Teuerung
2025 2026P 2027P
Schweiz 0.1% 0.3% 0.5%
Euroraum 2.2% 1.8% 1.8%
USA 3.0% 2.5% 2.0%
Wirtschaft (BIP real)
2025 2026P 2027P
Schweiz 1.2% 1.3% 1.5%
Euroraum 1.4% 1.4% 1.7%
USA 2.3% 2.2% 2.0%
Global 3.0% 3.0% 3.0%
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