Wochenbericht 10/2026
Im Februar ging es aufwärts
Bereits ist der zweite Monat im neuen Jahr vergangen. Vieles, was noch im Dezember prognostiziert wurde, ist inzwischen wieder Makulatur. Was sich weiterhin bestätigt ist die latente Schwäche des Dollars. Mit 0.77 Franken pro Dollar (-3.0% seit Jahresbeginn) sind auch die in Dollar gehandelten Werte günstiger geworden. Das gilt beispielsweise für US-Aktien.
Selbst Apple (-6% in CHF), Nvidia (-8%) und Alphabet / Google (-4%) konnten trotz ausgezeichneten Quartalsergebnissen moderate Rückschläge nicht verhindern. Die Anleger scheinen ihrer eigenen Euphorie nicht mehr zu trauen. Trotz starken Umsatz- und Gewinnzahlen folgte dem Quartalsergebnis von Nvidia ein erheblicher Kurstaucher. Innert zweier Tage büsste die weltweit grösste Aktie 360 Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung ein.
Einen herben Rückschlag musste auch der Data Center-Hyperscaler Amazon (-12%) hinnehmen. Sodann geriet durch KI-Ängste alles unter Druck, was mit Software zu tun hat: Microsoft (-21%), SAP (-17%) und Europas grösster Software-Händler Also (-24%) waren krasse Beispiele. Doch selbst Siemens (+1%), u. a. Weltmarktführer im Bereich der industriellen Software, wurde vom anfangs Februar erzielten Allzeithoch rund 7% zurückgeworfen.
Weil der Weltaktienindex stark von den US-Technologiewerten geprägt ist, liegt dieser nach zwei Monaten leicht im Minus mit -0.2% (CHF). Die Technologievolatilität erfasst allerdings auch die Schwellenländer. Im Februar ist der chinesische Hang Seng Tech-Index mit seinen Aushängeschildern wie Tencent, Baidu und Alibaba tief in einen Bärenmarkt gefallen. Dagegen liegen die Werte von Taiwan (TSMC) und Südkorea (Samsung und HK Hynix) so hoch wie nie zuvor. Teils haben sie sich verfünffacht in einem Jahr und machen die Schwellenländerindizes zur neuen Technologiewette.
Im schweizerischen Leitindex Swiss Market Index (SMI) gibt es deutlich weniger Technologievolatilität. Und weil sich die Rotation aus den Tech-Titeln in defensivere Werte fortsetzte. erklomm der SMI in der vergangenen Woche zwischenzeitlich ein neues Allzeithoch und beendete die Woche schliesslich mit 14’014 Punkten: Das verkörpert ein starkes Plus im Februar (+6.3%) und gegenüber Jahresbeginn (+5.6%).
Zwei Aktien haben im Wesentlichen zu diesem Indexanstieg geführt: Nestlé und Novartis (je +14% im Februar). Bei Nestlé war die Messlatte nach einem massiven Aktienkurseinbruch allerdings nicht allzu hoch. Der neue CEO verkündete glaubwürdig eine Aufbruchstimmung und will sich in der Zukunft auf die vier Kernbereiche Kaffee, Tierfutter, Spezialnahrung und Gesundheit fokussieren.
Im Februar erholten sich die Versicherungswerte von ihrem schlechten Start ins neue Jahr. Seit Jahresbeginn bleiben jedoch Helvetia Baloise, Swiss Life und Zürich (je -4%) sowie Axa (-2% in CHF) in der negativen Zone. Dagegen schaffte es Swiss Re (+2%) mit einem formidablen Ergebnis, einem überraschend umfangreichen Aktienrückkaufsprogramm und einer kräftigen Dividendenerhöhung die Anleger zu überzeugen.
Thema der Woche: Spannende Nachrichten

Im täglichen Nachrichtenstrom geht es darum, relevante Signale vom allgemeinen Lärm zu trennen. Wenn das Kurs-Gewinn-Verhältnis von Nvidia etwa jenem von Nestlé entspricht und fast 30% tiefer liegt als jenes vom Immobilienunternehmen Swiss Prime Site, sorgt das natürlich für Stirnrunzeln. Mit SPS geht es auf hohem Niveau gemächlich vorwärts, Überraschungen sind kaum zu erwarten. Auch mit dem Umsatz des Nahrungsmittelkonzerns wird es gewiss nicht explosionsartig raufgehen wie mit jenem von Nvidia, aber was wissen dann die Analysten mehr? Trauen sie der marktführenden Stellung nicht mehr? Kursschwankungen sind das eine, der Blick aufs Unternehmerische das andere.
Nvidia stellte gerade sein neues Vera Rubin Rack vor, das in der zweiten Jahreshälfte 2026 ausgerollt werden soll. Dieses «Kunstwerk» ist etwa ein Viertel Quadratmeter gross und steuert 1.3 Millionen Komponenten als eine einzelne integrierte Computereinheit. Ein globales Netzwerk von über 80 Lieferanten ist in die Fertigung eingebunden. Damit liefert ein solches Rack jedenfalls die zehnfache Leistung des Vorgängermodells Blackwell. In einer Welt, in der Energie zum Engpass der KI-Expansion wurde, ist diese Effizienzverbesserung höchst bemerkenswert.
Eine spannende Wende nahm der Bieterwettbewerb um die Streaming- und Studiosparte von Warner Bros Discovery in Hollywood. «Bei dem Preis, der erforderlich wäre, um mit dem jüngsten Angebot von Paramount Skydance gleichzuziehen, ist das Geschäft finanziell nicht mehr attraktiv. Daher lehnen wir es ab, mit dem Gebot von Paramount Skydance mitzuziehen», hiess es in der Erklärung von Netflix. Jedenfalls zog sich Netflix zurück, worauf die Aktie innert kürzester Zeit von 76 auf 96 Dollar hochschoss.
Der Baustoffkonzern Holcim verdiente 2025 dank Kostensenkungen und dem Ausbau des Angebots an nachhaltigen Produkten mehr. Währungsbereinigt wuchs der Umsatz auf 15.7 Milliarden Franken (+3.0%) und der bereinigte operative Gewinn (wiederkehrender EBIT) stieg auf 2.88 Milliarden Franken (+10.3%). Mit Blick auf das laufende Jahr rechnet Holcim mit einem organischen Umsatzwachstum von 3% bis 5% und einem organischen Ergebnisanstieg um 8% bis 10%. Da die Aussichten bei der nordamerikanischen Holcim-«Abspaltung» Amrize etwas höher sind, haben wohl einige Investoren Holcim-Aktien auf dem Allzeithoch verkauft und sich in jüngster Zeit verstärkt in Amrize engagiert.
Die wichtigsten Termine in der neuen Woche
| 2. März 2026 | USA: ISM Manufacturing Index Februar |
| 3. März 2026 | Eurozone: HICP Kerninflation und Inflation Februar |
| 5. März 2026 | USA: ISM Services Index Februar |
| 6. März 2026 | USA: Beschäftigungsentwicklung und Stundenlöhne Februar |
Steuerunterlagen für das Jahr 2025
Sehr geehrte Kundinnen und Kunden
Gerne informieren wir an dieser Stelle darüber, dass sich die Erstellung der Steuerunterlagen für das Jahr 2025 wohl wieder bis in den März hinziehen wird.
Das liegt nicht an uns, sondern an den Depotbanken. Diese warten in der Regel die finale Kursliste der ESTV ab, welche typischerweise erst in der zweiten Februarhälfte publiziert wird.
Dass die Erstellung der Dokumente so spät erfolgt, ist folglich nicht schlechter Service; es ist dem Umstand geschuldet, dass die Banken auf die finalen und korrekten Kurse warten.
Gerade bei Fonds liegen diese der ESTV oftmals erst im Februar seitens der Fondsgesellschaften vor. Ein früherer Versand hätte demnach zur Folge, dass der Auszug nicht korrekt wäre.
Wir bitten um Verständnis.
Folgende Unterlagen stehen Ihnen bereits in der Zugerberg Finanz App zur Verfügung:
Vermögensauszüge
· Zugerberg Finanz Revo (Bank Zweiplus)
· Zugerberg Finanz Revo (Swissquote)
· Zugerberg Freizügigkeitsstiftung
· Freizügigkeitsstiftung Wildspitz
Steuerauszüge
· Zugerberg Finanz R (Zuger KB)
· Zugerberg Finanz R (UBS)
· Zugerberg Finanz R (CS)
· Zugerberg Finanz R (Bank Julius Bär)
· Zugerberg Finanz Revo (Swissquote)
· Zugerberg Finanz 3a Revo
Rechenschaftsablage
· Zugerberg Finanz R (Zuger KB)
· Zugerberg Finanz R (UBS)
· Zugerberg Finanz R (CS)
· Zugerberg Finanz R (Bank Julius Bär)
Marktdaten
| Aktienmärkte | Seit 31.12.25 | ||
|---|---|---|---|
| SMI | 14'014.3 | +5.6% | |
| SPI | 19'255.7 | +5.7% | |
| DAX € | 25'284.3 | +3.2% | |
| Euro Stoxx 50 € | 6'138.4 | +6.0% | |
| S&P 500 $ | 6'878.9 | +0.5% | |
| Dow Jones $ | 48'977.9 | +1.9% | |
| Nasdaq $ | 22'668.2 | –2.5% | |
| MSCI EM $ | 1'610.7 | +14.7% | |
| MSCI World $ | 4'556.8 | +2.9% | |
| Obligationenmärkte | Seit 31.12.25 | ||
|---|---|---|---|
| SBI Dom Gov TR | 225.0 | +0.9% | |
| SBI Dom Non-Gov TR | 122.9 | +1.2% | |
| Immobilienmärkte | Seit 31.12.25 | ||
|---|---|---|---|
| SXI RE Funds | 607.7 | +1.1% | |
| SXI RE Shares | 5'183.0 | +14.7% | |
| Rohstoffe | Seit 31.12.25 | ||
|---|---|---|---|
| Öl (WTI; $/Bbl.) | 67.0 | +16.7% | |
| Gold (CHF/kg) | 130'563.6 | +18.6% | |
| Bitcoin (USD) | 65'527.3 | –25.2% | |
| Wechselkurse | Seit 31.12.25 | ||
|---|---|---|---|
| EUR/CHF | 0.9085 | –2.4% | |
| USD/CHF | 0.7693 | –2.9% | |
| EUR/USD | 1.1812 | +0.6% | |
| Kurzfristige Zinsen | |||
|---|---|---|---|
| 3M | Prog. 3M | Prog. 12M | |
| CHF | -0.08% | -0.1%–0.0% | -0.1%–0.0% |
| EUR | 2.01% | 1.9%–2.1% | 1.7%–1.9% |
| USD | 3.67% | 3.4%–3.6% | 3.0%–3.3% |
| Langfristige Zinsen | |||
|---|---|---|---|
| 10-Jahre | Prog. 3M | Prog. 12M | |
| CHF | 0.21% | 0.2%–0.5% | 0.4%–0.7% |
| EUR | 2.64% | 2.8%–3.0% | 2.5%–2.8% |
| USD | 3.94% | 4.1%–4.4% | 3.7%–4.0% |
| Teuerung | |||
|---|---|---|---|
| 2025 | 2026P | 2027P | |
| Schweiz | 0.1% | 0.3% | 0.5% |
| Euroraum | 2.2% | 1.8% | 1.8% |
| USA | 3.0% | 2.5% | 2.0% |
| Wirtschaft (BIP real) | |||
|---|---|---|---|
| 2025 | 2026P | 2027P | |
| Schweiz | 1.2% | 1.3% | 1.5% |
| Euroraum | 1.4% | 1.4% | 1.7% |
| USA | 2.3% | 2.2% | 2.0% |
| Global | 3.0% | 3.0% | 3.0% |