Wochenbericht 15/2026

Publikationen

In der Mitte bei rund 13’000 Punkten

Der Swiss Market Index befindet sich ungefähr in der Mitte zwischen dem Jahreshöchst mit rund 14’000 Punkten am 27. Februar und dem Jahrestiefst mit rund 12’000 Punkten am Mittag des 23. März. Der SMI beendete die verkürzte Karwoche bei 12’982 Punkten. Das sind 2.7% mehr als in der Vorwoche. Hinzu kam es bei den SMI-Unternehmen noch zu mehreren Dividendenzahlungen (ABB, Holcim, Sika und Swisscom).

In den vergangenen Tagen stiegen der SMI wie auch andere Aktienmärkte mit der Aussicht auf ein Kriegsende im Iran. Der Nachrichtenfluss des US-Präsidenten Donald Trump auf seiner Plattform «Truth Social» bleibt allerdings nicht analysierbar. Der permanente «Breaking News» Modus, vermischt mit bewussten Drohungen, wiederholten Täuschungsmanövern und explosivem Selbstlob, erschwert die Unterscheidung zwischen Lärm, Kriegsrhetorik und tatsächlich zentralen Signalen.

Wichtig bleibt jedoch die Entwicklung im eigenen Land. Die Preise für eine Gallone Benzin stiegen auf über 4 Dollar, jene für eine Gallone Diesel auf über 5. Das erzeugt Druck in einem Land, das keinen Krieg will, sondern tiefe Preise an den Tankstellen. Der Fasspreis Rohöl zu rund 110 Dollar war auch ein Thema in der Fernsehansprache von Donald Trump von vergangener Woche, und dabei liess er erkennen, dass er eher früher als später aus dem bereits mehr als fünfwöchigen Irankrieg aussteigen will. Der Preisschock ist für die USA zu gross, um ignoriert zu werden.

Garantiert dagegen bleibt, dass Europa politisch ein Trauerspiel abgibt. Man ist praktisch in jedem einzelnen Aspekt uneins, und der «Schönwetterpakt» NATO nimmt mehr Schaden als gedacht, ebenso die Verteidigung der Ukraine. Die Gewinner von morgen seien jene Länder, die sich heute krisenfest machten, meinte die NZZ kürzlich. Europa zähle nicht dazu.

Heimlicher Sieger des Wirkens im Weissen Haus ist Vladimir Putin, dem die höheren Rohstoffnotierungen unverhofft zu höheren Staatseinnahmen führen. Und ein zweiter Sieger bleibt Iran: Nicht wegen der vermeintlichen Atombombe, sondern aufgrund der Drohkulisse an der Strasse von Hormus. Völkerrechtswidrig hat das Mullah-Regime die Kontrolle des internationalen Gewässers de facto übernommen und sich damit zum Torwächter an einer Lebensader der Weltwirtschaft gehievt.

Selbst wenn Europa im Vergleich zu Asien relativ wenig Öl und Gas aus dem Nahen Osten bezieht: Es handelt sich bei den Rohstoffpreisen stets um Weltmarktpreise. Deshalb bemüht sich der französische Staatspräsident Emmanuel Macron um Verhandlungen, um die von Iran blockierte Strasse von Hormus wieder zu öffnen.

Thema der Woche: 50 Jahre Apple

Ein Macintosh 128K – der erste serienmässig hergestellte Mac (Bild: AA+W – stock.adobe.com)

Im April 1976 wurde Apple vom genialen Steve Jobs im kalifornischen Cupertino gegründet. Apple war einst Pionier in der Computerbranche. Legendär wurde Apple 1984 mit dem Macintosh, dem ersten günstigen PC mit einer Maus und einer grafischen Benutzeroberfläche, welche Anwendungen intuitiv zu bedienen ermöglichten. Der Rivale Microsoft kopierte die Benutzeroberfläche, aber Apple wurde zum Inbegriff für nutzerfreundliche, trendige Geräte mit einem überragenden Design.

Trotzdem schlitterte Apple zweimal knapp am Konkurs vorbei und 1985 wurde Jobs aus dem Unternehmen gedrängt. Michael Dell, Gründer des gleichnamigen Computerherstellers, sagte einmal über Apple: «Ich würde den desolaten Laden dicht machen und das Geld an die Aktionäre zurückgeben.» 1996 kehrte Steve Jobs in der Not zu Apple zurück, und fragte drei Jahre später Tim Cook, ob er ihn unterstützen wolle. Vor 15 Jahren und mit einer Marktbewertung von 300 Milliarden Dollar übernahm Cook vom krebskranken Jobs den Chefposten.

Gewiss dürfte sich der inzwischen 65-jährige näher dem Ende als am Anfang seiner Zeit als CEO befinden, doch in seine Zeit fiel der grösste kommerzielle Erfolg der Apple-Geschichte. Unter Tim Cook vervierfachte sich der Jahresumsatz. Der Techkonzern steht glänzend da, selbst wenn durchschlagende Ideen für die Zukunft fehlen. Trotz KI-Rückstand ist das iPhone 17 das erfolgreichste der Unternehmensgeschichte. Der Verkaufsschlager kommt bei den Kunden so gut an, dass Apple die Nachfrage nicht bedienen kann. Heute ist es schwer, sich eine Welt ohne das iPhone vorzustellen.

Vor 18 Jahren lancierte Steve Jobs das erste iPhone. Nokia war der unangefochtene Weltmarktleader. Inzwischen ist längst Apple der Leader. Mehr als 200 Milliarden Dollar Umsatz werden mit dem iPhone erzielt, weitere 100 Milliarden Dollar mit Video-Streaming, Musik, Spielen und anderen Services wie Apple Pay. Apple erhebt eine Gebühr für jede App, die eine Drittfirma im App-Store verkauft, und erhält von Google Geld, damit die Suchmaschine in Apples Browser Safari bereits eingerichtet ist.

Die Marktkapitalisierung überquerte im November 2025 erstmals die Marke von vier Billionen Dollar und das Unternehmen ist damit ähnlich bewertet wie der Chipkonzern Nvidia und die Alphabet-Holding mit seinen Sparten wie Google, YouTube, Cloud und Gemini.

Die wichtigsten Termine in der neuen Woche

7. April 2026 USA: ISM Einkaufsmanagerindex Services PMI März
8. April 2026 Grossbritannien, Deutschland: S&P Global Construction PMI März
9. April 2026 Deutschland: Industrielle Produktion März
10. April 2026 Deutschland, USA: CPI Kerninflation und Inflation März

Veranstaltungen

Informationsveranstaltung für Privatpersonen – Vortragssprache Schweizerdeutsch – Geld anlegen ist auch Vertrauenssache

Am Donnerstag, 30. April 2026 findet bei uns im Lüssihof eine Informationsveranstaltung für Privatpersonen statt. Dieser Anlass richtet sich primär an Interessierte, die uns näher kennenlernen möchten.

Zur Anmeldung


Zugerberg Finanz KidsDay – Mai 2026

Am Mittwoch, 27. Mai 2026 findet in Zusammenarbeit mit MORE Sports der nächste Zugerberg Finanz KidsDay in Baar statt. Für diesen Plausch-Fussballnachmittag können sich Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren anmelden.
Austragungsort ist die Sportanlage Lättich in Baar. Gekickt wird zwischen 13.00 und 17.00 Uhr.
Alle Kinder erhalten ein Starter-Paket mit Fussballtrikot und weiteren Extras. Getränke und gesunde Snacks stehen ihnen à discrétion zur Verfügung.

Zur Anmeldung


Zugerberg Finanz Wirtschafts- und Börsenausblick – Juni 2026

Der nächste Zugerberg Finanz Wirtschafts- und Börsenausblick findet am Dienstag, 16. Juni 2026 im Theater Casino in Zug sowie am Donnerstag, 18. Juni 2026 im KKL in Luzern statt.
Merken Sie sich das Datum bereits vor. Das Programm und die Möglichkeit zur Anmeldung werden zu einem späteren Zeitpunkt über den Veranstaltungsbereich unserer Webseite abrufbar sein.

Marktdaten

Aktienmärkte Seit 31.12.25
SMI 12'982.0 –2.2%
SPI 18'123.7 –0.5%
DAX € 23'168.1 –5.4%
Euro Stoxx 50 € 5'692.9 –1.8%
S&P 500 $ 6'582.7 –4.5%
Dow Jones $ 46'504.7 –3.9%
Nasdaq $ 21'879.2 –6.6%
MSCI EM $ 1'441.0 +2.6%
MSCI World $ 4'316.1 –2.6%
Obligationenmärkte Seit 31.12.25
SBI Dom Gov TR 220.9 –1.0%
SBI Dom Non-Gov TR 121.6 +0.1%
Immobilienmärkte Seit 31.12.25
SXI RE Funds 584.8 –2.8%
SXI RE Shares 5'058.1 +11.9%
Rohstoffe Seit 31.12.25
Öl (WTI; $/Bbl.) 111.5 +92.5%
Gold (CHF/kg) 120'120.9 +8.8%
Bitcoin (USD) 66'830.2 –23.8%
Wechselkurse Seit 31.12.25
EUR/CHF 0.9218 –1.0%
USD/CHF 0.8003 +1.0%
EUR/USD 1.1519 –1.9%
Kurzfristige Zinsen
3M Prog. 3M Prog. 12M
CHF -0.04% -0.1%–0.0% -0.1%–0.0%
EUR 2.10% 1.9%–2.1% 1.7%–1.9%
USD 3.67% 3.4%–3.6% 3.0%–3.3%
Langfristige Zinsen
10-Jahre Prog. 3M Prog. 12M
CHF 0.39% 0.2%–0.5% 0.4%–0.7%
EUR 2.98% 2.8%–3.0% 2.5%–2.8%
USD 4.34% 4.1%–4.4% 3.7%–4.0%
Teuerung
2025 2026P 2027P
Schweiz 0.1% 0.3% 0.5%
Euroraum 2.2% 1.8% 1.8%
USA 3.0% 2.5% 2.0%
Wirtschaft (BIP real)
2025 2026P 2027P
Schweiz 1.2% 1.3% 1.5%
Euroraum 1.4% 1.4% 1.7%
USA 2.3% 2.2% 2.0%
Global 3.0% 3.0% 3.0%
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